Digitalisierung---Chancen-und-Risiken

Digitalisierung – Chance oder Risiko ?

Warum das Wort Digitalisierung Unternehmen reizt und Angst in der Belegschaft schürt.

Ich komme mal zu einem Thema, das nicht direkt etwas mit unserer Agentur hat. Doch dieses Thema ist bereits dabei nicht nur unseren Arbeitsmarkt zu verändern. Sondern auch tief in unserem kulturellem Denken und Wirken.  Wie komme ich zu dieser kühnen These? Mir ist während meiner beruflichen Laufbahn immer wieder aufgefallen, dass die Führungsriege der Unternehmer sehr viel in Technik investieren. Sei es nun ein neues CRM oder ein Intranet für die Firma. In dem Glauben, dass dadurch der Informationsfluss optimiert werden kann. Auf der anderen Seite ängstigt sich die Belegschaft vor der neuen Technologie und bangt um deren Arbeitsplatz. Denn eine Investition in IT wird oftmals mit Rationalisierung des Arbeitsplatzes gleichgesetzt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mein Vater sich mit Händen und Füßen gewehrt hat und seine Schreibmaschine nicht gegen ein Textverarbeitungsprogramm und einem Monitor tauschen wollte.

Missverständnisse in der Digitalisierung

Da steht nun die neue Errungenschaft mit der viele Dinge optimiert werden sollen. Doch irgendwie erschließt sich die neue Technologie nicht richtig und wird im Berufsalltag gar nicht benutzt. Oftmals wird noch monatelang an der Software geschrieben oder es fällt auf, dass eine Abteilung die Konsequenzen der schönen Digitalisierung nicht absehen konnte. Oftmals werden Berater mit horrenden Tagessätzen für Umstrukturierungen hinzugezogen. Die Bedürfnisse des Kunden gehen dabei verloren. Doch was ist da in der schönen neuen Digitalisierung schief gelaufen?

Der Kunde im Zeitalter der Digitalisierung

Mir ist während meiner beratenden Tätigkeit oft aufgefallen, dass das Thema Kunde nicht im Vordergrund steht. Es geht fast immer darum Arbeitsabläufe zu optimieren, Dinge zu automatisieren oder die IT Sicherheit zu erhöhen. Dabei liegt es auf der Hand, dass ohne den Kunden der Betrieb keine Daseinsberechtigung hat. In 99% aller Beratungsgespräche offenbart sich eine Kluft zwischen dem Unternehmen und dem Kunden. Sich mit digitalen Themen auseinandersetzen bedeutet immer, sich mit dem eigenen Angebot zu beschäftigen. Was will der Kunde, wo hält sich der Kunde auf, wie überzeuge ich ihn von meinem Angebot. Solange ich nicht klar in meinem Angebot bin brauche ich mir gar keinen Kopf zur Digitalisierung zu machen. Es gilt zunächst immer die Geschäftsidee zu hinterfragen. Die Unternehmen kommen dann auch dahinter, dass die Digitalisierung kein technisches Thema mehr ist, sondern ein kulturelles.

Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es keine Geheimnisse mehr.

Erst wenn die Mitarbeiter ebenfalls erkennen, dass der Kunde im Mittelpunkt des Angebotes steht kann ich mich daran machen den Wunschkunden kennenzulernen. Um diesen Kunden kennenzulernen benötige ich Informationen. Diese Informationen sind Gold wert und durch digitale Plattformen (siehe Analytics oder Search Console) abrufbar. Erst wenn der Kunde im Mittelpunkt steht fügt sich die Frage nach Technik nahtlos in das Unternehmen ein. Gewonnene Informationen sollten im Unternehmen (natürlich im Sinne des Datenschutzgesetzes) transparent kommuniziert werden. Wenn die Führungsriege dann ein konkretes Bild vom Kunden hat kann Sie Ihr Angebot darauf zuschneiden.  Binden Sie Ihre Mitarbeiter in die Kundenfrage mit ein und nehmen Sie ihn ernst. Digitalisierung beginnt mit der Transparenz der Informationen im eigenen Unternehmen. Erst mit der kulturellen Wandlung im Unternehmen erschaffen Sie die neue Ausrichtung für das Zeitalter der Digitalisierung.

 

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